Lasse

Lesen auf eigene Gefahr – Selbstmitleidalarm

18:56:00

Ich versinke wohl im Selbstmitleid. Kennt ihr diese Tage an denen ihr euch einfach nur vergraben wollt und nie, nie wieder aus dem Bett kommen möchtet? Bingo, dass hätte ich jetzt gerne.


Aber nein, ich habe ja einen Umzug zu bewältigen. Heute habe ich die letzten Kisten gepackt, Möbel abgebaut und Sachen aussortiert. Die letzte Nacht in dieser Wohnung hier, steht mir nun bevor. Jetzt wo es dem Ende zu geht werde ich schon irgendwie sehr traurig. Ich hatte mich schon so an alles hier gewöhnt. Nun heißt es wieder von vorne anfangen. Ich hab Angst, Angst das ich es nicht schaffe. Aber ich werde es, ich muss. 

Zudem steht morgen das ,,letzte Aufeinandertreffen‘‘ mit dem Langzeitfreund an. Die Schlüsselübergabe der Wohnung. Ich glaube es wird so komisch sein. Ungewohnt, distanziert und einfach merkwürdig. Aber danach ist es endlich geschafft. Wir haben dann alles geklärt und ich habe die Möglichkeit meinen Schlussstrich zu ziehen. 

Alles Faktoren die zu meiner Lage führen, aber der größte Faktor ist ER. Lasse. Ich hatte schon ganz vergessen, wie es sich anfühlt, wenn man merkt, dass jemand sich von einem entfernt. Was ist nur passiert? Er hatte vorgeschlagen, dass wir unser Treffen auf heute verschieben, hat leider nicht so ganz geklappt, weil er Zuhause noch helfen musste. Kein Problem, er wollte es ja versuchen, aber nun schreibt er kaum und wenn nur ganz knapp und kurz. Eigentlich so gar nicht sein Ding. Und wieso geht es ihm heute plötzlich wieder so gut? Ich hab einfach keine Erklärungen mehr. Ich wälze mich in Unwissenheit. Ich hasse Unwissenheit, würde am liebsten alles genau planen, alles jetzt, hier und sofort. 

Genau davor hatte ich Angst. Ich wollte mich nicht zu sehr reinsteigern, um eine solche Enttäuschung zu vermeiden. Wollte meine Gefühle unterdrücken, um nicht verletzbar zu sein. Wollte mir Zeit lassen. Und nun haben wir den Salat, Gefühle auf Achterbahnfahrt – Huch das eine übergibt sich schon!  Ich wollte einfach nicht, dass meine Ängste wahr werden und nun sind sie auf dem besten Weg dorthin. Wieso habe ich auch gedacht, dieses Mal wäre es anders? Meine Pechsträhne verfolgt mich. 

Naja, einen positiven Aspekt haben wir dadurch ja – meine Erwartungen sind im Keller, also kann es keine Enttäuschungen mehr geben, die schlimmer wären. 

Trotzdem irgendwie merkwürdig. Über drei Wochen gab es in meinen Augen nur diesen einen, nun habe ich meine Dating Apps mal wieder durchgeschaut und ein paar wirklich nette Nachrichten von lieben Männern waren dabei, aber es ist halt dieser eine den ich möchte. Aber wenn das nicht auf Gegenseitigkeit beruht, kann man da schlecht was machen. Wir werden sehen ob er wie der Pizzajunge die Biege macht und somit vielleicht einfach eine Nummer zu groß für mich war (oder ich für ihn haha!) oder ob er grade nochmal so die Kurve bekommt! 

Nun werde ich noch ein paar Umzugsvorbereitungen treffen und mich dann nur noch ins Bett legen, ein bisschen ,,netflixen‘‘ und dann schlafen gehen. 

Ich hoffe euer Wochenende hatte ein paar positivere Ereignisse für euch zu bieten.
Habt noch einen schönen Tag.

Eure Mila


Dies könnte dir auch gefallen

2 Meinungen

  1. Ach, das hört sich irgendwie sehr traurig an, ich hoffe das es bei dir bald wieder aufwärts geht, ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Umzug :)

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

    AntwortenLöschen