Lasse

Anti alles für immer – dank dir!

19:32:00

Die Frage wurde gestellt. Meine Antwort habe ich bekommen, keine klare, keine mit Ende aber ich weiß warum. Der Grund ist mir nun klar. Plötzlich fällt mir alles wie Schuppen von den Augen, verstehe Situationen, die mich vorher verzweifeln ließen. Sätze die plötzlich Sinn machen.
Aber am Ende bleibt mir weiterhin nur die Hoffnung. 

Es bin nicht ich, die ihn verzweifeln lässt. Nicht ich bin diejenige die er verletzten will. Ich bin nichts für zwischendurch, was er sich nimmt, weil er den Spaß braucht. Es war nie geplant, mir das Gefühl zu vermitteln. 

Er ist nicht einer dieser Männer. Meine Befürchtung hat sich glücklicher Weise nicht bestätigt. Aber er ist ein angeschossenes Reh, das Angst hat die Schritte zu gehen, die es eigentlich gehen will. Wurde zu schwer Verletzt und hat Angst sich wieder eine Kugel zu fangen. Jedes Mal, wenn es kurz davor ist aufzustehen und zu seinem Glück zu laufen, packt ihn die Angst und es lässt das Glück fliegen, bleibt lieber alleine in seinem Schützenden Versteck. Ein Reh das Angst hat zu vertrauen, vertraut dass die Luft rein ist und niemand ihm wehtun möchte. 

Es will sich nicht weiter zurückziehen und in seinem Versteck verweilen, es will lieben und die Gefühle spüren, will zulassen, was es solange nicht konnte. Aber die Angst ist noch stärker und es brauch Zeit um seine kleinen Beinchen zurück auf den Boden zu setzten. Hat Angst dabei gesehen zu werden, wie es humpelt. Zerbricht sich den Kopf über seine Angst. Sein Glück steht nicht weit von ihm entfernt, das Reh muss nun aus eigener Kraft und dem Vertrauen was das Glück ihm versucht zu vermitteln den Weg zu seinem Glück finden. Mit kleinen Unebenheiten auf dem Pfad muss gerechnet werden, aber der Weg ist nicht lang und am Ziel angekommen, wird das Glück ihm zeigen wie man läuft und das kleine Reh stützen. 

Tiefe Wunden haben das Vergangen hinterlassen, geprägt für die Ewigkeit. Verwehrt ihm nun die Vergangenheit die Chance auf die Zukunft? Sein WhatsApp Status macht nun Sinn. ,,Anti alles für immer – dank dir‘‘ Casper, er spricht ihm aus der Seele. 

All die Treffen die verschoben und abgesagt wurden. Wir sind schon zu weit. Es ist schon zu viel. Es geht ihm zu schnell, er muss sich erst selbst versuchen zu überwinden, bevor wir etwas wagen können. 

Und meine Gedanken kreisen. Fühle mich verloren im Nichts. Wie eine Taube fliege ich umher und such nach Halt. Halt um ihm die Stärke zu vermitteln, die ich nun geben muss. Ich muss ihm diese Zeit geben, ihn jedoch nicht vergessen lasse, dass es mich gibt. Ein schmaler Grat der Freiheit. Ich habe Angst mich selbst zu verlieren, Angst zu viel Rücksicht nehmen zu müssen. Meine Gedanken versuchen eine Lösung zu konstruieren, vergeblich. Die Lösung heißt warten und hoffen. Warten auf seine Entscheidung, ob er sich selbst überwinden kann. Hoffen auf seine Liebe. 

Bin ich stark genug, diesen Kampf zu führen? Diesen Kampf um sein Vertrauen und seine Liebe? Möchte ich überhaupt kämpfen oder will ich nicht dieses eine Mal diejenige sein, um die gekämpft wird? 

Was ist wenn mein Herz falsch liegt und ich merke, dass es doch nicht so ist und ihn dann verletzte, wobei er sich doch grade überwunden hat? Ich könnte es nicht. Ich könnte ihn nicht verletzten. Aber ist das eine Grundlage? Ist das der Weg einer Beziehung? 

Es ist alles ein großes Fragezeichen. Vielleicht werde ich ihn nie verletzten müssen, vielleicht lernt er auch aus Verletzungen neue Kraft zu tanken. Aber vielleicht bin auch ich am Ende die, die sehr verletzt wird. Vielleicht werde ich zum Reh, vielleicht bin ich es auch schon. 

Ich hasse sie dafür. Ich kenne sie nicht, aber dafür hasse ich sie. Sie steht zwischen uns, sie ist eine Kombination aus Leib und Seele. Unsicherheit  soweit meine Blicke reichen. 

Bin ich eine Kämpferin oder doch das Reh. Bin ich das Glück oder doch nur ein Funken Hoffnung was erlischt. 

Er ist das Glück nach dem ich strebe, er ist das Reh was ich stützen will, er ist die Hoffnung die nicht erloschen wird und er ist der, in den ich mich verliebt habe. Ihm gehört mein Herz, ob er es will oder nicht, es liegt ihm zu Füßen. Ich kann es nicht mehr leugnen, es ist zu offensichtlich. 

Es wird nicht einfach, aber wenn man etwas will, dann gibt es eine Lösung – bitte lasse ihn die Lösung schnell finden.

Liebeschaos pur! Und das in der Weihnachtszeit, einer Zeit von Ruhe und Besinnlichkeit. Am 4. Advent habe ich versucht diese Zeit zu fühlen, der Weihnachtsmarkt in Hamburg war das Ziel. Gelungen ist es mir nicht, weil die Gedanken keine Ruhe geben. Der Tag war trotzdem ein schöner, Zeit mit der Familie ist kostbar, danke für diese wertvollen Stunden. 

Habt noch einen schönen Tag,
eure Mila


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8 Meinungen

  1. Ein sehr schön geschriebener Text und die Bilder sind auch toll!
    Ich hoffe dass du trotz deines Gefühlschaos entspannte, besinnliche Festtage haben kannst :)
    Vielleicht magst du auch mal auf meinem Blog vorbeischauen und mir Feedback hinterlassen, es würde mich sehr freuen :)
    Liebe Grüße!
    Alina <3
    http://xxiv-diaries.bplaced.net/wordpress/

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    1. Liebe Alina, ich danke dir sehr für deine Worte und ich wünsche dir und deiner Familie besinnliche Weihnachten :-)

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  2. Der Text ist toll :) Ich beneide Menschen, die so gut schreiben können wie du!

    Hast du vllt Lust bei meiner Blogvorstellung mitzumachen? Wäre echt toll, wenn es mehr Teilnehmer geben würde :*

    LG Nathalie

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    1. Vielen Lieben Dank, Nathalie!
      Ich bin natürlich gleich auf deinen Blog und habe daran teilgenommen.
      Ich wünsche dir und deiner Familie besinnliche Weihnachten :-)

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  3. Es ist immer schwierig mit so viel Gefühlschaos klar zu kommen... grad zu solchen Zeiten wie Weihnachten nervt es dann erst recht! Da möchte man doch einfach unbeschwert die Zeit genießen...
    Aber es hilft nichts.
    Immerhin hattest du eine schöne Zeit mit deiner Familie! Und das ist ja Goldwert.
    Die kann ich jetzt, wenn auch aus anderen Gründen, sehr, sehr gut gebrauchen.

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    1. Vielen lieben Dank für dein Kommentar!
      Ich wünsche dir nun eine wundervolle Zeit mit deiner Familie und hoffe das sie dich auch so aufmuntern können! :-)
      Besinnliche Weihnachten dir :)

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  4. Wow, auch wenn der Anlass nicht der angenehmste ist, das hast du wirklich toll geschrieben :)

    Liebe grüße, Sandra

    http://thepossiblereality.blogspot.de/

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