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Mein Jahr 2015

18:02:00

Was war das? Ein Marathon? Hat Jemand auf einen Zeitraffer gedrückt? Wie ein Autorennen, ein Fall, ein Start, ein Ende. Das Jahr 2015. Wo ist es geblieben? So schnell ging noch nie ein Jahr vorüber.

Meine Mutter sagt immer, dass man im Alter sowieso alles ,,schneller‘‘ erlebt. Aber liegt das wirklich am Alter? Ich denke dieses Jahr liegt es an alle den Ereignissen, die anstanden und die ich durchlebt habe. Es war so viel, so viele Eindrücke und Erkenntnisse. Aber gehen wir mal mit ein paar Worten durch mein Jahr 2015.

Januar 2015 Erst vor wenigen Wochen sind wir in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen, alle Streitigkeiten und Trennungswünsche der letzten Monate scheinen verschwunden zu sein. Glück macht sich breit, die letzten Maßnahmen für unseren Wohlfühlmodus wurden noch besorgt.

Februar 2015 Ein sehr langweiliger Monat. Niemand hat Geburtstag, nicht spannenden. Weder positive noch negative Aspekte sind mir aus diesem Monate noch hängen geblieben.

März 2015 Nun hatten wir uns eingelebt. Alles stand/hing an seinem Platz, es war fertig. Nichts mehr zu machen. Die Aufregung war verflogen. Wir sollten uns nun auf uns konzentrieren, aber es gelang uns nicht. Wir wussten nichts miteinander anzufangen. Wussten nicht was das überhaupt ist. Mir war es relativ schnell klar, es war nichts mehr. Ende. Fertig. Aber für ihn war da noch Hoffnung, die bei mir längst gestorben war.

April 2015 Ich arbeitet viel, hatte lange kein Urlaub mehr und der Sommerurlaub war auch noch ein Weilchen hin. Ich war krank aber so richtig. Mit Fieber, Hals- uns Gliederschmerzen lag ich halbtot zu Hause. Der Haushalt blieb trotzdem an mir hängen. Halte ich das noch alles aus?

Mai 2015 Ich nahm es das erste Mal wieder in den Mund ,,TRENNUNG‘‘. Ich erklärte ihm wieso es das Beste wäre und das wir doch eigentlich schon vor dem Zusammenzug nicht mehr glücklich waren. Worte die gegen eine Wand prallten. Eine Wand die mich umschloss. Ich konnte mich nicht ,,alleine‘‘ trennen, ich war zu schwach. Hatte Angst für immer alleine zu sein, Angst niemand könnte mir je wieder das Gefühl von dieser Sicherheit geben. Im Nachhinein – totaler Bullshit.

Juni 2015 Endlich näherte ich mich meinem Sommerurlaub. Die letzten Klausuren in der Berufsschule standen an und die liefen wirklich sehr gut. Endlich hatte ich das Gefühl wieder ein wenig Zeit zu haben und so traf ich mich in diesem Monat sehr viel mit Freunden, was vielleicht auch daran lag, dass ich nicht meine Zeit mit dem Langzeitfreund verbringen wollte. Zudem hatte ich beschlossen meine Ausbildung zu verkürzen. Eigentlich geht sie drei Jahre, aber für mich nur noch 2 ½. Ich habe mich informiert über Studiengänge und hatte endlich einen Plan von meiner Zukunft nach der Ausbildung. Diese Zukunft gefiel meinem Langzeitfreund aber mal so überhaupt nicht. Er unterstütze mich gar nicht.

Juli 2015 Der letzte öffentliche Auftritt als ,,Paar‘‘. Die Hochzeit meiner Tante stand an, es war ein wirklich schönes Fest! Aber hier merkte man so richtig, dass wir kein Paar mehr sind. Alle tanzten zusammen, aber anstatt mit mir zu tanzen blieb er immer wieder sitzen. Kein Kuss, keine Liebelei – gar nichts. Es war am Ende. Aber dafür stand man Urlaub am Anfang und ich hatte endlich drei Wochen Zeit das zu machen, worauf ich Lust hatte. Es tat so gut, einfach mal den ganzen Tag im Bett zu faulenzen oder an den Strand zu fahren, mich mit Leuten zu treffen oder meine Familie zu besuchen.

August 2015 Wir schlafen nicht mehr in einem Bett. Sein Bett war das Sofa, meins blieb wie gehabt das Bett. Es musste nur noch gesagt werden, denn im Kopf war es klar.

September 2015 Trennung. Es wurde ausgesprochen. Eine Woche ging es mir schlecht, so schlecht, dass ich nichts mehr essen wollte, nur noch schlafen und vergessen. Ich nahm knapp 4kg ab, cooler Nebeneffekt, nachdem ich so viel in der Beziehung zugenommen hatte. Nach einer Woche Traurigkeit war diese dann wie weggepustet. Ich war frei und glücklich. Ich hatte schon länger damit abgeschlossen, schon bevor wir zusammenzogen, war innerlich schon alles vorbei. Aber in dieser Woche beheulte ich auch nicht unbedingt die verflossene Beziehung, sondern eher das alleine da steht. Nun alles alleine machen. Dieses Wort ALLEINE verfolgte mich. ,,Kommst du mit und kommt der Langzeitfreund mit?‘‘ - ,,Nein, ich komme ALLEINE‘‘. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen, aber nach einer Woche war ich stolz sagen zu können, ich schaffe das ALLEINE!

Oktober 2015 Der wohl finanziell schrecklichste Monat. Schon seit Jahren verfolgt mich dieser Monat, schon seit Jahren ist es mein Hassmonat! 2011 ging mein TV kaputt, 2012 verbrach eine Freundschaft, 2013 gab mein Handy den Geist auf, 2014 hatte mein Auto ein paar Probleme und 2015 musste ich eine Kaution aufbringen, den TÜV (der doch teurer war als Gedacht) bezahlen und neue Reifen mussten auch noch her. Ach du meine Güte! Aber ich habe eine tolle Familie, sie halfen mir durch die Zeit. Danke! Zudem war ich in diesem Monat auf Wohnungssuche und hatte dann ja letzten Endes meine Wohnung gefunden. Zudem begann ich wieder zu daten. Dates die toll waren, aber auch Dates die einfach nur grausame Gedanken hochwirbeln. Am Ende des Monats stießen dann drei Männer heraus. Der Pizzajunge – abgehackt. Der Kölner Bub – endete als One Night Stand. Und dann war da noch er, Lasse! Zuerst gar nicht beachtet und links liegen gelassen. Vielleicht auch weil ich mich erstmal mit dem Gedanken anfreunden musste Single zu sein, meine ersten Erfahrungen mit One Night Stands gemacht zu haben und zu akzeptieren und zu realisieren, dass mein Langzeitfreund nun jemand neuen hat.

November 2015 Wuhhhu 20! Zwanzig Jahre auf dieser Welt, schon komisch. Sonst immer die eins vorneweg und nun eine zwei, aber an mir soll es nichts ändern. Nachdem zwei von drei abgehackt waren, wurde es immer intensiver mit dem lieben Lasse. Wir trafen uns und mein Herz machte erste Hopser. Er war nicht perfekt, aber das machte ihn perfekt. 

Dezember 2015 Wir trafen uns mehrere Male und ich kann sagen - ich habe mich verliebt. Niemals hätte ich gedacht, dass ich das so schnell wieder könnte. Aber über sein Hez hat man keine Macht! Was die letzten Tage im Dezember noch so bringen werden - ihr werdet es lesen.

Habt noch einen schönen Tag,
Mila




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2 Meinungen

  1. Schöner Beitrag :)

    Liebe Grüße an dich, Ceyda von
    ceylanceydaa.blogspot.de

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  2. Da hast du ja ein aufregendes Jahr hinter dir :)
    Die Zeit vergeht ... viel zu schnell...

    Liebe Grüße, Sandra

    http://thepossiblereality.blogspot.de/

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