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21:33:00

In letzter Zeit habe ich wieder viele allgemeine Posts verfasst und euch nicht über meinen aktuellen Ablauf informiert. Dies möchte ich heute tun, also starten wir eine neue Seite meines Tagebuchs.

Am Sonntagabend hatte ich mein erstes Treffen nach Lasse. Ja richtig gehört erstes! Denn am Donnerstag hatte sich eigentlich der Bayer für etwas Zeit bereitgestellt. Bäm in your face – ich wurde versetzt, was heißt versetzt – er entschuldigte sich, dass seine Bahn nicht kam und danach kam einfach nichts mehr. Vielen Dank, ciao – bis auf nimmer wieder sehen. 

Also hatte ich am Sonntag mein erstes Treffen nach Lasse. Mit einem komischen Gefühl im Magen, begab ich mich um halb sieben an die Landungsbrücken. Eigentlich brauchte ich dieses Gefühl gar nicht haben, denn ich wusste schon so viel von ihm, dass ich wusste – es wird ein schöner Abend! Er ist absolut nicht mein Typ vom Optischen, kein Stück! Aber er ist so lieb und herzlich, er fragt mich und er beantwortet mir Fragen. Er ist ein wahrer Gentleman. Wir gingen ein Stück und entschlossen uns in das Hardrock Cafè zu gehen. Nie zuvor bin ich dort jemals gewesen, aber ich war froh darum, denn ich will ja momentan so viele Erfahrungen machen wie möglich. Da nehme ich Restaurantes/ Bars usw. nicht aus! Das erinnert mich an einen Spruch, den Lasse hundertfach erwähnt hat: Man sollte alles Mal gemacht haben! Den Spruch mag ich, auch wenn er mich an ihn erinnert, er ist so wahr. Ich will vielleicht nicht alles gemacht haben, aber viel – besonders das Gute. 

Wir bestellten uns beide einen Salat und ein Getränk, wir redeten über unsere Familien, was die nächsten Wochen so anstehen würde und überhaupt über unser momentanes Leben. Es war so entspannt und ohne jeglichen Gedanken der Liebe. Nach meiner Liebespleite hätte ich das auch nicht gebrauchen können. So saßen wir da bis ca. 22:00 Uhr gegenüber von einander, leichte Unsicherheit auf seiner Seite, aber doch entspannt. Viele Worte, viele Fragen und was ganz neues, nach einer Zeit ohne, viele Antworten. Ich habe die Stunden genossen, konnte abschalten und das Essen war super. Ich danke dir dafür, dass du meine Gedanken für ein paar Stunden lahm legen konntest und ein paar wenige mit deinen Guten überschrieben hast. 

Ich merke wie ich Schritt für Schritt wieder gefallen an der Männerwelt finde. Vielleicht nicht jetzt, vielleicht nicht er aber ich weiß – irgendwann! 

Am Freitag werde ich mich mit jemand ganz besonderem  treffen. Er ist der Mann, der mich wohl am meisten beeindruckt! Er ist nicht besonders, nicht ein Mann dem alle ,,Weiber‘‘ hinterherlaufen – aber er ist so erfrischend normal und könnte was Besonderes werden. Wir halten den Kontakt schon sehr lange, lange vor Lasse trat er mit mir in Kontakt. Ich verhielt mich ihm gegenüber so kalt, abweisend und einfach nur unfair. Und er? Er war so liebevoll, zuvorkommend und einfach ein jemand, der nicht besser agieren könnte. Er lud mich Mitte November zum brunchen ein, da die Sache mit Lasse aber ihren Lauf nahm, überlegte ich mir eine Ausrede und sagt ihm ab, da ich krank sei. War ich natürlich nicht. Er schrieb mir lange Texte, fragte Dinge. Interessierte sich für mich. Ich antwortete stehts knapp und uninteressiert, denn zu der Zeit hatte ich nur Interesse an meinem Mr. Kompliziert. Bis zum Dezember. Ich antwortete ihm gar nicht mehr. Aber er blieb dran, wünschte mir Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und immer wieder die Frage ob alles ok sei. An einem Donnerstag fasste ich den Entschluss ihm eine Chance zu geben, noch nie hatte mich ein Mann mit einem solchen Willen und einer solchen Durchhaltekraft so beeindruckt. Ich schrieb ihm ganz ehrlich, dass ich viel zu klären hatte und über vieles nachdenken musste. Ich fragte ihn nach einem Treffen, einem Treffen das wir noch nachholen sollten. Er willigte ein. Etwas zaghaft, weil er sich selbst wohl nicht sicher war, ob ich nicht gleich wieder das Interesse daran verlieren würde. Ich konnte ihn so gut nachvollziehen, wie gemein war ich eigentlich gewesen? Manchmal sieht man den Guten vor lauter Arschlöchern nicht. Wir einigten uns auf die Tower bar, in der ich ja schon mit dem Kölner Bub war. Ein paar Tage später schrieb er mir, dass er nun dort auch angerufen hätte und ein Tisch reserviert hat. Wie aufmerksam kann man bitte sein? Ich war beeindruckt und etwas eingeschüchtert zu gleich. Ich war enttäuscht von mir, solche Qualitäten erst jetzt zu schätzen zu wissen. Ich war angeekelt von mir, ihn so schlecht behandelt zu haben. Aber wie es aussieht, habe ich die Chance dies wieder gut zu machen. Ich werde es probieren. Ich erwarte rein gar nichts, immerhin sind meine Wunden nicht verheilt, aber ich denke es könnte ein weiterer Schritt in die richtige Männerwelt sein – in die, der Guten. 

Eine weitere Information möchte ich euch auch nicht vorenthalten. Es geht um meinen langen Wegbegleiter, um den Menschen der mich besser kennt als ich selbst, um den Menschen der mir jahrelang so viel Liebe gegeben hat, es geht um meinen Langzeitfreund. Ich denke, dass es einer der wichtigsten Schritte im noch vergangenen Jahr war. Ich wollte endgültige Klarheit und einen liebestechnischen Abschluss. Ich habe ihn bekommen. Aus vielen Ecken wurden mir Gerüchte zugetragen, er sei in einer Beziehung, hätte eine neue Freundin – nur all dies schon während unserer Zeit. Ich will ihn nicht zurück und es geht auch nicht darum, dass es mich brennend interessieren würde, aber plötzlich fing das Bild, dass ich über fünf Jahre von ihm hatte weiter an zu bröckeln. Nicht wie nach der Trennung, etwas abzusplittern, an den Kanten – NEIN mitten in der Mitte schienen sich Brocken zu lösen. Ein schlag ins Gesicht, ein Schlag in meine ,,Gute-Mensch-Seele‘‘. Lasse gab mir keine Klarheit zu diesem Zeitpunkt, ich konnte mir selbst über diese Situation keine Klarheit schaffen. Aber was mein abbröckelndes Bild anging, hier konnte ich selbst eingreifen und mir klare Antworten holen – ich war Herrin der Situation. Ich wollte nicht, dass dieses Bild verschwindet, ich wollte ihn als meinen damaligen Seelenverwandten nicht in diesem Schein stehen lassen. 

Ich wollte nicht Angst haben müssen, ihm auf der Straße zu begegnen. Ich wollte, wie egoistisch es klingt, auch ein Teil seines Lebens bleiben, ein winzig kleiner – an den er sich manchmal erinnert und das sollte er mit einem Lächeln tun. Die Wochen nach der Trennung waren die Gefühle noch so frisch und aufgestaut, Hass wenn ich an ihn dachte. Ich lass mir unseren WhatsApp verlauf durch und ich war geschockt. Wie konnte aus einer solchen Verbundenheit ein so weit entferntes Unheil werden? Wir waren doch immer noch wir, keine Liebenden mehr, aber trotzdem wussten wir noch alles über den anderen. Wie konnten wir dann nur so miteinander umgehen. Ich merkte, wie mich diese Disharmonie kränkte. Ich bin ein Harmonievernatiker. Ich kann mich streiten, aber genauso schnell kann ich mich auch wieder vertragen. Ich wollte diesen ganzen Krieg zwischen uns nicht mehr. Ich wollte ihm sein Glück gönnen und ihn das wissen lassen. Immerhin hatte ich ihn auch als besten Freund verloren, aber Freunde verliert man nie ganz. Irgendwie bleiben sie immer, selbst wenn man sie nur auf Facebook/Instagram und so weiter stalkt. Egal werden sie einem nie sein. Er wird mir nie egal sein. Ich will, dass er das weiß. Auch wenn wir nie wieder eine solche Nähe voneinander spüren, ich wollte mit mir und ihm im Reinen sein. Wollte von ihm hören, dass es ok ist, wie es ist. Wollte es endlich im Guten enden lassen und als Bekannte, die sich auf der Straße grüßen, sich Frohe Weihnachten wünschen und einen Guten Rutsch, einen Neustart wagen. Ich wollte es vom ganzen Herzen. 

So fing ich an mit einem zaghaften Gruß an Weihnachten. Eine liebe Antwort von ihm, es machte mir Mut. Aber noch nicht genug um meine Frage zu stellen. Silvester. Er schrieb mir, dass er mir einen Guten Rutsch wünschen würde und nur das Beste für das neue Jahr. Und wieder ein Stück Mut mehr, ich war erleichtert. Es fühlte sich nicht mehr nach Krieg an. Eher nach Kriegsende. 

Noch ein paar weitere Tage vergingen – ich fühlte mich bereit. Ich wollte es wissen, war bereit auch den Schmerz und die Enttäuschung in Kauf zu nehmen. Ich fragte ihn ob all die Gerüchte ein Funken Wahrheit enthalten würden. Seine Antwort war perfekt. Er sei nicht so. Er habe sowas nicht gemacht und würde es niemals so machen – ein solcher Mann sei er nicht. Er hat Recht, ein solcher Mann ist er nicht. Wie konnte ich den Gerüchten nur Glauben schenken? Ich kannte ihn doch. Ich wusste wie er ist. Immerhin teilte er fünf Jahre lang sein Leben mit mir. Aber manchmal zweifelt man, an allem. Plötzlich sprachen wir miteinander, schenkten uns Gegenseitig das Gefühl – ES IST GUT SO WIE ES IST. 

Ja, Es ist gut so wie es ist. Es ist gut so wie es ist. Es ist soooo gut so wie es ist. Es ist einfach soooo gut so wie es ist. JA, es ist so unglaublich gut so wie es ist. 

Ich danke dir, dass du mich wieder einmal nicht enttäuscht hast.

Habt noch einen schönen Tag,
eure Mila


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