Gastpost

Gastpost - Wolke Nr. 7 oder lieber Wolke Nr. 4?

14:42:00

Meinen Gastbeitrag widme ich auf Milas Bitte dem Thema "Wir sind verliebt - und jetzt?". Nachdem Amors Pfeil mit voller Wucht Ende 2015 treffsicher in unserer beiden Herzen gelandet ist. Tja und jetzt?  Für die ersten Wochen und Monate schweben wir fürs Erste auf Wolke No. 7 dahin.

Wie jedes verliebte Paar genießen wir jede gemeinsame Minute miteinander. Lernen viele verschiedene Seiten und Eigenschaften an- und miteinander kennen. Eine spannende Reise in die Zweisamkeit beginnt. Es wird viel geneckt, gelacht, erzählt, geherzt, geküsst und Nähe gesucht - körperlich wie emotional. Ich persönlich bin eine große Freundin von gnadenloser Offen- und Direktheit - auch und besonders am Anfang. Warum? Weil ich es wichtig finde, die Vergangenheit des Anderen zu erfahren genauso wie seine Vorstellungen, Wünsche bzgl. unserer jungen Beziehung. Nichts ist schlimmer als unausgesprochene Gedanken, die bestenfalls am Ende noch zu Mißverständnissen führen. Meiner Erfahrung nach führt gute und intensive Kommunikation auch zu emotionaler Nähe, die wiederum die Anziehung verstärkt. Und mehr Anziehung - na? Klar, führt zu mehr Körperkontakt. Genauso wichtig finde ich es nämlich, den anderen auch körperlich zu entdecken. Nichts ist spannender, als den Körper eines neuen Partners zu erforschen: Muttermale & Narben zu entdecken, die alle spannende Geschichten zu erzählen haben. Vom ersten gemeinsamen Sex ganz zu schweigen: Immer wieder total aufregend und spannend, wenn es das erste Mal gemeinsam zur Sache geht. Spätestens dann fällt die bis dahin aufrecht erhaltende Schutzmauer.

Doch zurück zum Anfang: Ich denke, die Frage, ob man wirklich zusammenkommt und eine Chance hat, sich als Paar zu erleben hängt von mehreren wichtigen Faktoren ab. Egal, wielange diese Phase dann anschließend anhält. Meine "Best-of-Liste" möchte ich gern kurz auflisten und erklären, damit es übersichtlich bleibt:
1.    Nähe zulassen: Sich wirklich 100% auf sein Gegenüber einlassen. D.h. "Seelenstriptease" zuzulassen; Dein Herz wirklich weit und offen zu halten für den anderen allen alten Verletzungen zum Trotz. Denn der-/diejenige Aktuelles kann nichts für Deine alten Wunden. Gib' ihm/ihr eine faire Chance!

2.    Bedingungslose Offenheit: Redet zusammen über Vergangenes, über Aktuelles, über Zukünftiges. Äußert Eure Wünsche wie Ihr Euch die Zweisamkeit wünscht, genauso wie Ängste oder Kritik, wenn's mal nicht rund läuft. Nur so wisst Ihr was Sache zwischen Euch ist. Offenheit lässt keinen Platz für Mißverständnisse.

3.    Respekt: Kleines Wort - große Wirkung. Begegnet Euch auf Augenhöhe, spielt keine Machtspiele. Jede/r hat die gleichen Rechte, jede/r hat seine/ihre Grenzen.

4.    Freiräume lassen: Ja, ein Klassiker! Liebe Mädels lasst den Männern ihren Freiraum. Fangt nicht plötzlich an zur Klette zu werden, aus Angst er entfernt sich ansonsten von Euch. Er - genauso wie Du - braucht seine Freunde, seine Hobbies, seine Arbeit, seine Schule, seine Familie - und natürlich auch Dich. Schließlich seid Ihr immer noch eigenständige Wesen und keine siamesischen Zwillinge. Oder was habt Ihr Euch abends zu erzählen, wenn Ihr bereits den ganzen Tag gemeinsam verbracht habt? Desto lieber kehrt er in Deine Arme zurück, weil er seine Freiheit und Deine Toleranz zu schätzen weiß.

5.    Viel gemeinsame Zeit verbringen: Klingt einfach! Lässt sich im Alltag aber nicht immer so leicht umsetzen wegen unterschiedlicher Lebenssituationen. Nur über gemeinsam verbrachte Zeit und Aktivitäten findest Du nach einiger Zeit heraus, ob die Chemie auch dauerhafter stimmt. Vielleicht entdeckt ihr sogar weitere gemeinsame Interessen? Und wenn, dann sei 100%-tig präsent und nicht zu 50% davon mit Deinem Smartphone verbandelt. Oft sind es die Kleinigkeiten, die Du dabei am anderen kennen- und oft auch lieben lernst. Den staubtrockenen Humor, die Lachgrübchen, das Talent zum Minigolfen oder die romantische Ader usw. 

6.    Ehrlichkeit: Auch wenn nach einiger Zeit offensichtlich wird, dass es sich mal wieder nicht um Mr. Right gehandelt hat,  seid ehrlich zueinander. Das ist schade und jedes Mal traurig, aber kein Weltuntergang. Dann hat es aus vielen Gründen nicht sein sollen trotz beidseitigem Engagement. Der Zeitpunkt passte nicht, die Chemie stimmte doch nicht so gut; einer war nicht offen genug für eine neue Liebe und noch Vieles mehr kann zur Ernüchterung führen. Aber abtauchen ohne Erklärung ist nicht nur feige sondern auch verletzend demjenigen gegenüber, der "zurückbleibt". Soviel Courage sollte jeder von Euch haben, das Ganze ehrlich zu beenden. Das muss nicht zwangsläufig in endlosen Erklärungen ausufern, schön wer's kann und macht. Aber nicht zwingend nötig...denn die Entscheidung sollte auch ohne Erklärung akzeptiert werden. So habt ihr die Chance euch weiterhin ins Gesicht zu schauen, ohne Gram zu schieben. Und wer weiß wie das Leben manchmal spielt?! Ich bin für Fairplay und einen sauberen Schnitt  - wohlwissend das dies leider eher zum aussterbenden Verhaltensmuster gehört. Natürlich ist Ehrlichkeit auch im positiven Zusammenhang ein Muss, und DIE Basis für Vertrauen schlechthin.


Zu theoretisch? Ich wollte Euch bewußt meine persönlichen Tipps aus Sicht einer Frau mittleren Alters - ich bin 42 Jahre jung - mitteilen. Statt eine frische Liebesgeschichte in den buntesten Farben auszumalen. Die Frauenzeitschriftzeiten sind voll davon. Da möchte ich mich nicht einreihen - auch wenn ich aktuell Grund genug dafür habe :-D. Wenn Dir mein Gastbeitrag gefallen hat freue ich mich, wenn Du mich auf meinem Tiefensuche-Blog besuchst. Dort berichte ich über meine Alltagsabenteuer mit viel Herz und mein Leben, das ich ganz bewußt mit Herz, Gefühl und allen Sinnen lebe. Wir sehen uns auf www.tiefensuche-blog.wix.com/tiefensuche. Bis dahin genieß' das Leben & die Liebe. Herzlichst Eure Meike

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